
Die erste urkundliche Erwähnung des Bergbaus findet sich in einer Gerichtsakte des Hauses Hardenstein aus dem Jahr 1552, in der eine Kohlenbank als Grundstücksgrenze angegeben wird.
Im Mittelalter wurden meist nur abbauwürdige Flöze an der Oberfläche, die mit einer dünnen Schicht Lehm oder Mutterboden bedeckt waren, abgetragen, da man nicht tiefer ins Gestein vordringen konnte. Die Kohle wurde dabei aus dem Fels gebrochen oder ausgegraben. Die Bergbaubetreibenden waren damals Bauern, die für den Eigenbedarf und die Bürger der unmittelbaren Umgebung Kohle gewannen.
Später ging man dazu über, senkrechte Schächte zu bauen, um an tieferliegende Kohle zu gelangen, die dann mit Körben nach oben transportiert wurde. Dazu kamen Entwässerungsstollen, Wetterschächte (zur Belüftung) und Anlagen zum Abtransport der gewonnenen Steinkohle.
1972, in dem Jahr, als die letzte größere Schachtanlage der Umgebung ("Herbede") stiilgelegt wurde, entstand im Muttental ein Bergbaulehrpfad, der im Laufe der Jahre immer wieder erweitert wurde. Der Rundweg ist etwa 9 km lang und für einigermaßen trainierte Barfußläufer auch ohne Schuhwerk begehbar. Die hier vorgestellten Stationen sind entsprechend der von der Stadt Witten vorgenommenen Kennzeichnung numeriert.
| 1 Besucherstollen Nachtigall, Steinbruch Dünkelberg | 17 Dreibaum | |
| 2 Entwicklung des Steinkohlebergbaus | 18 Gedenkstein für verunglückte Bergleute | |
| 3 Östlicher Tagetrieb Frielinghaus | 19 Geologischer Überblick | |
| 4 Stollen Turteltaube | 20 Flözaufschluss | |
| 5 Bethaus der Bergleute | 21 Göpelschacht Moses | |
| 6 Halde der Zeche Hermann | 22 Göpelschacht Wilhelm | |
| 7 Gebäude am Schacht Constanz | 23 Göpelschacht Heinrich | |
| 8 Zeche Hermann | 24 Westlicher Tagetrieb Frielinghaus | |
| 9 Haspelanlage | 25 Zeche Orion | |
| 10 Verladeanlage Zeche Jupiter | 26 Stollen Reiger | |
| 11 Stollen Stettin | 27 Pingenfeld Carthauserloch | |
| 12 Stollenzeche Maximus | 28 St. Johannes Erbstollen | |
| 13 Muttentalbahn | 29 Vereinigungsstollen | |
| 14 Stollen Fortuna | 30 Nachkriegssstollen | |
| 15 Halde Schacht Juno | 31 Tiefbauzeche Martha | |
| 16 Zeche Renate | X Schacht Margarethe | |
Wegen der über Jahrhunderte forgesetzten, teilweise unregistrierten und und undokumentierten Bergbautätigkeit an Hunderten von Stellen und wegen der weiterhin bestehenden Möglichkeit von Tagesbrüchen (Einstürzen) ist das Verlassen der Wege gefährlich und sollte unbedingt unterlassen werden!
Weitere Adressen und Informationen über Witten: Witten-City | Veranstaltungskalender: St@dtinformation
Ruhrstadt-Verlag, Postfach 2104, 58411 Witten. Für Anfragen nutzen Sie bitte das Kontaktformular (zu diesem Projekt)!