
Von 1934 bis 1955 förderte die Zeche Jupiter im sogenannten Nachlesebergbau. Der Schacht, dessen Eingangs rechts im Bild zu sehen ist, führte schräg in die Tiefe. Die Förderwagen wurden mit einer Haspel heraufgezogen, die (wie alle Geräte in der Grube) mit Preßluft betrieben wurde. Die Förderwagen wurden dann in den Kreiselkipper (links im Bild und unten) geschoben und mit dem ganzen runden Gestell (das verhindert, daß der Wagen herunterfällt) umgekippt, so daß die Kohle in den darunter bereitstehenden Lastwagen fiel. Wie schon an der Größe der Ladebucht (unter dem Kreiselkipper) zu erkennen ist, waren die Lastwagen damals wesentlich kleiner (und auch schwächer motorisiert) als heutige Lastwagen. Bei der Stützmauer der Ladebucht handelt es sich teilweise sogar noch um die Originalmauern.

Wie an dem Firmenzeichen erkennbar ist, handelt es sich bei dem Kreiselkipper um einen Nachbau durch die Wittener Firma Korfmann (ehemals an der Dortmunder Straße). Die Maschinenfabrik Heinrich Korfmann jr. stellte Bergbaumaschinen her und war europäischer Marktführer im Bereich von Bewetterungsanlagen (Grubenbelüftung), ging jedoch auf Grund von Managementfehlern im Mai 2001 in Konkurs.
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Letzte Änderung: 12/2011 |
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