Bergbauhistorischer Rundwanderweg: Zeche Renate

Die Zeche Renate förderte bis 1955. Das Fördergerüst und das Maschinenhaus sind Nachbauten, original ist das betonierte Mundloch des tonnlägigen Schachtes. Tonnlägig bedeutet, daß der Schacht nicht senkrecht in die Tiefe führte, sondern schräg, dem Flöz Finefrau folgend, gegraben (abgeteuft) ist.

Zunächst war hier ein Dreibaum mit einer drukluftbetriebenenHaspel errichtet, mittels derer die kleinen Fördergefäße auf im Schacht verlegten Schienen an die Oberfläche geholt wurden. Als der Schacht tiefer wurde, errichtete man 1950 ein Fördergerüst ähnlich dem heute vorhandenen Nachbau (aber aus heutiger Sicht wesentlich abenteuerlicher wirkend) und daneben ein Maschinenhaus für die Fördermaschine. Dazu muß man sich einige Gleisanlagen für die Loren, weitere Gebäude für Büro, Kaue (Waschraum) und Lampenstube sowie einen mit einem Förderband befüllten, aus Holz errichteten Kohlenbunker (auf Stelzen) vorstellen, aus dem darunter in Position gebrachte Lastwagen beladen wurden.

Vom Schacht aus wurde ein Querschlag vorangetrieben, der die Flöze Girondelle 2 und 3 erreichte. Insgesamt wurden die Schächte so tief, daß das einsickernde Wasser bis zum Erbstollen heraufgepumpt werden mußte.

Nach einem Grubenunglück am 11. Juli 1955 schloß die inzwischen unrentable Zeche und ging in Konkurs.

 

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Letzte Änderung: 03/2012


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