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Die Burg Steinhausen wird erstmals Ende des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt und war bis in die 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts Sitz der Wittener Adelsfamilie. Das heutige Wittener Stadtwappen geht auf das Siegel des Burgherrn Everhard von Witten zurück. Ein weiterer Sitz der Adelsfamilie von Witten findet sich auf der anderen Ruhrseite: Haus Witten (Haus Berge) errichtet ca. 1470.
Im Jahr 1321 wurde eine private Kapelle eingerichtet. 1464 gelangte die Burg für fast drei Jahrhunderte an die Familie Stael von Holstein. Robert Stael von Holstein ließ 1607 das Giebelhaus errichten.
1732 übernahm die Familie von Elverfeldt das Gut und baute 1810 das noch heute vorhandene klassizistische Schloß.
1893 kaufte der Wittener Unternehmer Friedrich Wilhelm Dünkelberg (s.u.) das Anwesen.
Heute befinden sich auf Schloß Steinhausen ein Restaurant mit Theater, eine Radsportschule und verschiedene Ateliers sowie ein Heimatstübchen des Heimat- und Geschichtsverein Bommern.

Die südlich der Ruhr gelegene mittelalterliche Burg Hardenstein wird erstmals 1354 urkundlich erwähnt und war im Besitz der Familie von Hardenberg, einem Hochadelsgeschlecht aus dem Bergischen Land.
Durch die Heirat der Erbtochter Christine mit Robert Stael von Holstein gelangte die Burg 1439 bis 1510 in Besitz der Familie von Holstein.
Seit 1629 wurde sie von den wechselnden Eigentümern mit den umliegenden Ländereien verpachtet.
Die Burg wurde seit dem 16. Jahrhundert kaum mehr genutzt.
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts verfallen, wird die Burgruine von einem gemeinnützigen Verein betreut.
Wilhelm Dünkelberg (1854 bis 1933): Vom Arbeiter zum Rittergutsbesitzer
Dass er es soweit bringen sollte, war dem Sohn eines Försters vom Schnee keineswegs in die Wiege gelegt. An seine schlechte Schulbildung in einer überfüllten Dorfschule erinnerte noch Jahrzehnte später jenes unbeholfene Deutsch, in dem er seine Briefe schrieb. Über seine jungen Jahre ist wenig bekannt. Warum Dünkelberg, der nach den Eintragungen des Rüdinghauser Kirchenbuches eindeutig 1854 das Licht erblickt hatte, in vielen amtlichen Dokumenten ein Jahr älter ist, bleibt der Spekulation überlassen. Womöglich musste er sich als junger Mann älter machen, um seine ehrgeizigen Ziele erreichen zu können. Dünkelberg gelang es, an dem langanhaltenden Bauboom im letzten Drittel des 19. Jahrzehnts teilzuhaben. Schon mit 30 Jahren besaß er ein eigenes Unternehmen, das im Tief-, Wege- und Kanalbau tätig war. Später engagierte er sich stärker im Wohnungsbau. Hier bot es sich nun an, die dafür benötigten Ziegel selbst herzustellen. Er erwarb also das brachliegende Zechengelände im Muttental und errichtete dort eine Ringofenziegelei, die mit einer Kapazität von jährlich zehn Millionen Steinen zu den größeren Ziegeleien in Westfalen zählte. Nach der Jahrhundertwende versuchte Dünkelberg mit wechselndem Erfolg, seinen Geschäftsbereich auszuweiten. Ziegeleien in Dahlhausen und Haßlinghausen produzierten jeweils für den lokalen Bedarf. Erfinderische Begabung bewies Dünkelberg mit der Entwicklung einer Ziegelpresse, die er in einer eigenen Maschinenfabrik produzieren ließ. Er beschäftigte annähernd 200 Arbeiter auf den verschiedenen Tätigkeitsfeldern. Nach Dünkelbergs Tod 1933 übernahm sein Enkel Fritz die Ziegelei, da Tochter und Schwiegersohn bereits früh verstorben waren. 1960 verpachtete Fritz Oberste-Frielinghaus die Ziegelei, die drei Jahre später ihren Betrieb endgültig einstellte. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Standort des Westfälischen Industriemuseums.
ISBN 3-935382-02-2 |
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Nachtigallstollen (Besucherstollen) Muttentalstraße Zugang über das Gelände Zeche Nachtigall (Westfälisches Industriemuseum) Führungen halbstündlich Di-So 10 bis 18 Uhr Eintritt 2,40 EUR Museumseintritt zzgl. 1 EUR Stollenbesichtigung Kinder, Jugendliche, Schüler 1,50 EUR Museumseintritt zzgl. 0,50 EUR |
Auf der Ruhr von Bommern Uferstraße zum Kemnader Stausee verkehrt das von den Wittener Stadtwerken betriebene Fahrgastschiff MS Schwalbe II mit 150 Plätzen, das das Muttental an der Anlegestelle "Burgruine Hardenstein" anfährt. Am Anlegeplatz "Freizeitbad Heveney" am Kemnader Stausee kann die Reise auf der MS Kemnade als Rundfahrt auf dem Kemnader See fortgesetzt werden.
Ruhrfähre an der Herbeder Schleuse
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| Seit 2005 setzt die Fähre "Hardenstein" zwischen dem April und Oktober täglich Radfahrer mit Fahrrädern und Wanderer über die Ruhr über. Die Fahrt auf der von der Wittener Beschäftigungsgesellschaft "WABE" betriebenen Fähre ist kostenlos, um Spenden wird gebeten. Das neun Tonnen schwere Schiff wird von zwei 5-kW-Elektromotoren mittels Akkus angetrieben und trägt 16 Personen bzw. 12 Radler mit Fahrrädern. Die "Hardenstein" ist 9,80 m lang, 2,80 m breit und hat einen Tiefgang von 0,30 m. |
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Tägliche Fährzeiten: April und Oktiber 10 bis 18 Uhr, Mai und September 9 bis 19 Uhr, Juni, Juli und August 9 bis 21 Uhr. Mittwochs Wartung bis 12 Uhr. |
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Bethaus der BergleuteDas Bethaus wurde 1830/1831 unter Leitung des Bergamtes von den Zechen Aufgottgewagt, Loisenglück, Morgenstern, Österbank und Turteltaube erbaut. Im unteren Stockwerk befand sich eine Schmiede und ein Magazin, im oberen Stockwerk Bet- und Versammlungssaal, die heute als Gaststätte (mit Biergarten) dienen. Muttentalstraße 35 (02302) 31951 |
Bergbauwanderweg MuttentalZu den vielen erhaltenen und restaurierten Zeugnissen der frühen Ruhrbergbaus wurden Tafeln mit Erläuterungen aufgestellt und ein bergbauhistorischer Rundweg ausgeschildert. |
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Eisenbahnviadukt über das RuhrtalEtwas ruhraufwärts (also östlich) gelegen, befindet sich der Ruhrviadukt für die zweigleisige Eisenbahnstrecke Witten HBf - Wengern Ost. Die Brücke mit einer Länge von 800 Metern überspannt in 20 Bögen das Ruhrtal und wurde von 1913 bis 1916 erbaut. Die für die zur Anbindung an die auf der linken Ruhrseite verlaufende Strecke viel zu große Höhe erklärt sich daraus, daß die Brücke für die (seit 1980 nicht mehr existente) Strecke nach Schwelm konzipiert wurde. In den letzten Kriegstagen 1945 drohte die Sprengung der Brücke durch die geschlagene Wehrmacht, um den nachstoßenden allierten Truppen den Vormarsch zu erschweren. Eisenbahner konnten dies verhindern, indem sie von beiden Seiten aus zwei Lokomotiven in Fahrt setzten, dann sprangen die Lokführer ab und brachten so mitten auf der Brücke die führerlosen Lokomotiven zur Kollision. Die Lokomotiven entgleisten, verkeilten sich ineinander und blockierten so wirksam den Viadukt. |
Noch ein paar Meter ruhraufwärts, jenseits des Stauwehrs, kann man sein Zelt aufschlagen oder ein Ruderboot mieten.
Hans-Peter Steger, Uferstraße 68, Witten (Bommern), Telefon (02302) 30990
Hinweise, Vorschläge, Eintragungswünsche? Bitte eMail senden, siehe unten.
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Letzte Änderung: 12/2011 |
© 1999-2011 Ruhrstadt-Verlag Witten. Alle Angaben ohne Gewähr. Die Auswahl und evtl. Bewertungen sind subjektiv und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Verbindlichkeit. Bitte beachten Sie auch die Hinweise im Impressum! Anregungen und Änderungswünsche bitte per Kontaktformular! (2012.01.28-20:50:35)