Das Muttental -- Freizeit mit Industriegeschichte

Freitag, 30. Juli 2010
Muttental aktuell:


Das Wittener Muttental bietet Besuchern in einem Naherholungsgebiet südlich der Ruhr Sehenswürdigkeiten aus 450 Jahren Bergbaugeschichte - hier lag die Wiege des Ruhrbergbaus.

Entlang einem Wanderweg durch die landschaftlich schöne Umgebung in Witten-Bommern finden sich zahlreiche Relikte des frühen Bergbaus wie Stollenmundlöcher, Pingen, Schächte und alte Zechen.
Der 1972 angelegte und immer wieder erweiterte 9 km lange Rundweg bietet zusammen mit einer Museumsbahn und einem Industriemuseum interessante Einblicke in die Geschichte des Bergbaus.

Die Zeche Nachtigall aus dem Jahr 1714 bildet mit dem Museum und einem Besucherstollen den Anfang des Rundweges.
An der Nachtigallstraße befindet sich auch ein Gruben- und Feldbahnmuseum, und die Museumsbahn kann für Fahrten durch das Ruhrtal genutzt werden.

Ab dem Bethaus der Bergleute mit einer kleinen Ausstellung beginnt ein gut ausgebauter Wanderweg durch das Muttental entlang den beschilderten Stationen der Bergbaugeschichte.
Informationen zu den über 30 Stationen des Rundweges finden sich auch im Museum der Zeche Nachtigall.


Von März bis November fährt der Museumszug des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen an über 50 Tagen. Neben den Schienenbusfahrten im historischen Gefährt dampft an manchen Sonn- und Feiertagen die preußische P8 durch das Ruhrtal von Hattingen bis Hagen HBf und zur Ausstellung des Eisenbahnmuseums. (mehr...)

Im Westfälischen Industriemuseum kann man sich in die Zeit des Kohlenbergbaus zurückversetzen lassen und an einer Stollenführung teilnehmen. (mehr...)

Besichtigung und Fahrten während der Saison mit den Gruben- und Feldbahnfahrzeugen auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Theresia. (mehr...)

Historische Orte laden zum Verweilen und Entdecken der Muttentaler Geschichte ein. (mehr...)

Die Umgebung bietet Platz für verschiedene Sportangebote in der Natur. (mehr...)

10 Jahre "www.muttental.de"

Seit dem Jahr 2000 wird auf diesen Seiten über das Muttental und seine Attraktionen berichtet. Das Jubiläum nehmen wir zum Anlaß, im Laufe des Jahres unser Informationsangebot zu überarbeiten und weiter zu verbessern.


Schachtzeichen auf Nachtigall

Vom 22. bis 30. Mai 2010 wurden im Ruhrgebiet ehemalige Schachtanlagen mit gelben Heliumballons in 80 Meter Höhe markiert, so auch die Zeche Nachtigall im Muttental. Eigentlich könnten im Muttental etliche Ballon aufsteigen -- allerdings müßten diese (wie alle) Ballons privat finanziert (neudeutsch: gesponsert) und von ehrenamtlichen Helfern betreut werden. Alle Informationen sind auf einer Seite der Ruhr.2010 zusammengestellt, die aber offenbar zu schwach dimensioniert wurde und anfangs immer wieder zusammenbrach: www.schachtzeichen.de


Ruhrfähre wird ersetzt

Im Mai 2010 wird die Personenfähre "Hardenstein" zwischen der Ruine Hardenstein und dem anderen Ruhrufer durch ein größeres Exemplar ersetzt. Die Beförungskapazität der alten Fähre mit bis zu 16 Fußgängern bzw. 12 Fahrrädern reicht nicht mehr aus. Der Schiffskörper wurde im Februar geliefert und wird von der "Karrierewerkstatt" der WABE ausgebaut. Fährzeiten sind ab 15. April 9 bis 20 Uhr. Update: Am 17. Juli wure die neue Fähre, die 49 Passagiere tragen kann, zu Wasser gelassen. Die alte Fähre wird nun auf dem Kenmader See zwischen Zeche Gibraltar und Zeche Holland eingesetzt..


Extraschicht 2010

Am 19. Juni fand wieder "Extraschicht, die Nacht der Industriekultur" statt. Unter Federführung der Ruhr-Tourismus-GmbH wird jedes Jahr eine Sommernacht zum Kulturfest der Ruhrregion gemacht. Gleichzeitig feierte die Extraschicht ihr zehnjähriges Jubiläum. Zeche Nachtigall war einer der Spielorte, es fuhren Pendelbusse zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten..


Kleinzeche Egbert wird restauriert

Mit 48.000 EU Landesmitteln wird die Kleinzeche Egbert detailgetreu wieder hergestellt. Da in den vergangenen 27 Jahren seit der letzten Instandsetzung viele Balken morsch geworden sind, muß das denkmalgeschützte Baurelikt aus den 1960er Jahren umfassend erneuert werden. Die Arbeiten werden von der Beschäftigungsgesellschaft WABE übernommen.


"Local Heroes" auch im Muttental

Im Vom 20. bis 26. Juni steht Witten im Fokus des Kulturhauptstadtjahrs 2010. Auch im Muttental und auf und an der Ruhr wird es in diesem Rahmen Veranstaltungen geben, beginnend mit dem Familiengottesdienst "Zachäus auf Zeche" auf Zeche Nachtigall. Weitere Informationen gibt es zum Beispiel auf der Seite der Stadt Witten oder bei Witten-City.de.


Lichtkunst auf Hardenstein

Im September wird die Burgruine Hardenstein zum Lichtkunstwerk. Ein Projekt zum Kulturhauptstadtjahr 2010 mit dem Titel "Ruhrlights: Twilight Zone" beleuchtet verschiedene Orte entlang des Flusses. Die von dem Künstler Andreas M. Kaufmann auf Hardenstein installierte Lichtmarke soll auch nach der Aktion permanent erhalten bleiben.


Kinder-Nachmittage

Im Industriemuseum Zeche Nachtigall gibt es regelmäßig mittwochs zur Monatsmitte Kinder-Nachmittage von 15.00 bis 17.30 Uhr, bei denen erzählt, gebastelt und gespielt wird. Im Dezember finden stattdessen Advents-Nachmittage an den Samstagen statt, hier steht das Weihnachtliche im Vordergrund.


Schachtgerüst nachgebaut

Am Wanderparkplatz Berghauser Straße wurde nach historischen Planunterlagen das Schachtgerüst der Zeche Margarethe wieder errichtet. Hier wurde von 1885 bis 1896 Kohle abgebaut. Mit Landeszuschüssen (80% von 50.000 € Gesamtkosten, Rest Spendenmittel) wurden Schachtgerüst und Maschinenhaus originalgetreu aufgebaut. Die Zeche Margarethe ist nun 38. Station des Bergbaurundwegs.


Offenes Denkmal

Zum Tag des offenen Denkmals im September werden wieder historische Stätten geöffnet, die sonst der Öffentlichkeit nicht ständig zugänglich sind. Im Besucherbergwerk gibt es Sonderführungen, außerdem wurde auf der Zeche Nachtigall der Knappentag mit Musik und Vorführungen gefeiert.


Ausgang gesichert

Der südliche Ausgang des Besucherstollens wurde weiter gesichert: Die darüberliegende, poröse Felswand wurde mit Stahlgeflecht gesichert, zusätzlich verhindert ein Fangzaun, daß Steine und Geröll in der Nähe des Stollenausgangs einschlagen können.


Karte in Vorbereitung

Für das Muttental ist eine Übersichtskarte mit Wanderwegen nebst Anfahrtsbeschreibung in Vorbereitung. Anregungen für (zusätzlichen) Informationsgehalt sind per Kontaktformular jederzeit willkommen.


Göpelhaus wird renoviert

Mit Landesmitteln wird das Göpelhaus (eine historische Förderanlage) mit gespaltenen Holzschindeln neu gedeckt. Diese und andere Arbeiten werden im Rahmen des regionalen Projektes "Das Ruhrtal" angegriffen.


(Letzte Änderung: 26. 07. 2010) 


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